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Fragen zum Umgang mit der Pandemie in den brandenburgischen Kitas

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    Fragen zum Umgang mit der Pandemie in den brandenburgischen Kitas

    Eine hilfreiche Grundorientierung bieter folgende Seite des MBJS:
    https://mbjs.brandenburg.de/kinder-u...DB9sbVDMLnNQWk

    M.E. ist es wichtig den Grundsatz zu beachten, dass die Einrichtungen zu schließen sind: § 10 Abs. 3
    der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung ("Alle weiteren erlaubnispflichtigen und erlaubnisfreien Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (...) sind zu schließen, es sei denn, das zuständige Jugendamt gestattet ihre Fortführung.")
    Der Weiterbetrieb und die Notbetreuung stellen also eigentlich eine Ausnahme von diesem Grundsatz dar!

    Sehr deutlich sagt dies noch einmal die Weisung des Gesundheitsministeriums: https://mbjs.brandenburg.de/media_fa..._schule_18.pdf
    Es grüßt freundlich
    Detlef Diskowski

    #2
    Wenn ich selbst den Eindruck habe, es bräche eine Katastrophe über mich herein, und gerade mir ginge es schrecklich .....
    ...dann lohnt meist ein Perspektivwechsel. Das rückt das eigene Leiden ins rechte LIcht.





    https://data.unicef.org/resources/ho...l-perspective/
    Es grüßt freundlich
    Detlef Diskowski

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      #3
      Als Vergleich, welche Vorgaben und Empfehlungen der Senat von Berlin für die Kindertagesbetreuung herausgegeben hat, dokumentiere ich hier das 13. Trägerinfo.
      Berlin 13. Trägerinfo_F_20200512.pdf
      Es grüßt freundlich
      Detlef Diskowski

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        #4
        Die Senatsverwaltung in Berlin hat gerade ihre 16. Trägerinformation veröffentlicht. Weniger gegen den INhalt als vielmehr gegen die Form gibt es inzwischen erhebliche Kritik.https://evkvbmn.de/index.php?id=114&...ef4261f147a7f0
        Ist es tatsächlich so, dass die Vorgaben, Empfehlungen und Hinweise in den Trägerrundschreiben ohne die Expertise der Träger geschrieben wurden (und die haben hoffentlich ihre Leitungskräfte befragt, weil die Trägervertreter häufig auch nicht über konkrete Kenntnisse und Erfahrungen verfügen) Das wäre nicht nur ein Zeichen mangelnder Koopertionsbereitschaft, sondern - schlimmer noch - der Verzicht auf Kompetenz bei der Entwicklung von Lösungsvorschlägen.
        Wie sind denn in Brandenburg die Empfehlungen,Vorgaben... entwickelt worden.... von den Kreisen, den Gemeinden, denn das MBJS hatte sich bisher ja lange herausgehalten.
        Um nicht missverstanden zu werden, um nicht zum Meckern aufzufordern, sondern eine m.E. wichtige Diskussion zum Vorgehen in den nächsten Monaten anzuregen; denn Corona ist längst nicht vorbei, auch wenn viele so tun:
        Ich finde es richtig, dass das MBJS nicht mit 16 Trägerinformationen (wie in Berin) versucht hat, die Lage in 1900 Einrichtungen zu managen.
        1. Berlin ist ein Stadtstaat und Brandenburg ein Flächenland mit einer anderen Zuständigkeitsverteilung und das MBJS ist nur über die Erlaubniserteilung maßgeblich für die Einrichtungen; Rechtsansprüche, Bedarfsabschätzungen und Finanzierung sind kommunal verantwortet - und das ist m.E. gut so.
        2. Ist die Lage von Potsdam bis Prenzlau höchst unterschiedlich, so dass auch regional unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sind.
        3. Haben 1900 Kitas jeweils unterschiedliche Bedingungen (räumlich und personell) und auch die Bedarfe sind unterschiedlich. Hierauf landeseinheitlich zu reagieren ist unsinnig und wer einheitliche, zentrale Vorgaben fordert möchte eigentlich nur seine Verantwortung nach oben delegieren.
        (Das habe ich schon sehr früh versucht im Forum zu thematisieren, z.B. hier: https://kita-brandenburg-forum.de/forum/paedagogik/2351-einheitliche-regelungen-zum-umgang-mit-corona-in-den-kindertageseinrichtungen )

        Allerdings wäre es sehr sinnvoll, die jeweilige Entscheidungskompetenz zu verdeutlichen; dies könnte das MBJS tun.
        Weiterhin wären einheitliche Maßstäbe (nicht einheitliche Maßnahmen!!) sinnvoll vorzugeben, damit nicht Kitas mit dem Rücken zur Wand stehen und sich den verständlichen Wünschen, Forderungen, Ärger von Eltern allein ausgesetzt sehen. Dies wäre sicher eine gemeinsame Aufgabe von MBJS und MSGIV. Erfüllt der neue Rahmenhygieneplan diese Funktion? https://mbjs.brandenburg.de/media_fast/6288/hygieneplan_fuer_kitas__20.pdf

        Schreibt doch mal eure Erfahrungen, Einschätzung und Vorschläge ... wir werden die ernsthaften Beiträge Vieler brauchen, um die nächsten Monate zu bewältigen, in denen uns Corona noch im Griff hat.




        Es grüßt freundlich
        Detlef Diskowski

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          #5
          Das Wissensmagazin sinexx hat einen interessanten und z.T. überraschenden Artikel veröffentlicht zur Wirkung der Einschränkungsmaßnahmen: https://www.scinexx.de/news/medizin/...uHuq588GxqPRt0
          Da hier keine echten Wirkungsstudien betrieben wurden, sondern die (statistischen) Zusammenhänge von Eindämmungsmaßnahmen und Virusausbreitung ermittelt wurden, müssen die Befunde gründlich diskutiert werden. Interessant sind sie aber allemal.
          Es grüßt freundlich
          Detlef Diskowski

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            #6
            Eine persönliche Lehre aus Corona-Zeiten zur Verantwortungsübertragung und Verantwortungsübernahme!

            Immer wieder wird in der Öffentlichkeit, in sozialen Medien und in Gesprächen (zuweilen sehr heftig und sehr vorwurfsvoll) die Forderung nach einheitlichen, zentralen Vorgaben durch "die Politik" laut.

            So verständlich solche Forderungen auch sein mögen (der Ton, in dem sie manchmal vorgebracht werden, ist es nicht) - sie sind doch m.E. nicht zielführend. Wie sich in den allgemeinen bundesweiten Diskussionen zeigt, sind die Bedingungen, die Möglichkeiten und die Bedrohungen höchst unterschiedlich. In einem Dorf müssen und können andere Maßnahmen ergriffen werden, als in einer Großstadt! Im Hofbräuhaus müssen andere Regeln gelten als im Biergarten! Eine Gruppe alkoholisierter Feierwütiger müssen anders behandelt werden, als eine Familienfeier!

            Das gilt auch für Einschränkungen und Öffnungen von Kitas: Je nach betreuter Altersgruppe, räumlicher Situation, Betreuungszeiten, Bedarfe und Situationen der Kinder und der Eltern, Personalausstattung und Belastung des Personals ..... ist dem Infektionsschutz einerseits und den Betreuungsbedarfen andererseits in unterschiedlicher Weise Rechnung zu tragen.
            Die Forderung nach einheitlichen Entscheidungen "von oben" produziert (wenn ihr gefolgt wird) keine klugen Lösungen, - sondern verschiebt nur die Verantwortung für "unsinnige Einschränkungen" einerseits oder "verantwortungslose Öffnung" nach oben. Zweifellos ist es eine fachliche und soziale Herausforderung für die Kita-Leitung und ihr Team auf die eigene Situation abgestimmt, den richtigen Weg zu finden zwischen den häufig gegensätzlichen Anforderungen (Infektionsschutz - Betreuungsbedarf). Zweifellos ist es nicht vergüglich, den Eltern Rede und Antwort zu stehen, die zuweilen kein Verständnis für die Abläufe, Zwänge und Notwendigkeiten des Kita-Betriebs haben (oder haben wollen). Trotzdem muss das Team, die Leitung das aushalten und die eigenen Entscheidungen vertreten. Wo das argumentierend gemacht wurde, hat sich (wie vielfach berichtet wurde) ein tragfähiges Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und PädagogInnen herausgebildet; denn Fachkräfte, die kompetent ihre Entscheidungen begründen können, ernten Respekt.

            Tatsächlich kann aber nicht alles konkret, vor-Ort entschieden werden, und es bleibt die Frage: Was muss "von oben" kommen? Was muss die Regierung, der Landkreis, die Gemeinde, der Trägerverantwortliche entscheiden? Je zentraler die Ebene ist, umso abstrakter und allgemeiner müssen die Vorgaben gestaltet sein!
            Also: Die Gruppengröße und -zusammensetzung kann sinnvoll nicht oberhalb der Kita getroffen werden; aber die Maßgaben "möglichst wenig Durchmischung", "jeden vermeidbaren Außenkontakt unterlassen.." sind sinnvolle Vorgaben. Was MÖGLICH ist, ist wiederum vor Ort zu entscheiden.
            Die Entscheidung, welche Kinder von der grundsätzlichen Schließung der Gemeinschaftseinrichtung Kita ausgenommen sein sollen, muss von den Landesministerien getroffen werden - wenn diese Entscheidung auf regionale Behörden übertragen werden, muss diese Aufgabenübertragung transparent sein. - Insgesamt braucht es Transparenz, darüber WER WELCHE Entscheidungskompetenz hat und WELCHE Entscheidungen getroffen hat!".
            Hierzu gab es recht früh die richtige Entscheidung, weitere Lockerungen jeweils von der Infektionslage abhängig zu machen ... und dass sachgerechte Entscheidungen 14Tage Vorlauf brauchen, um die Wirkungen der vorherigen Lockerung abzuwarten. Leider ist diese richtige Einsicht dem Druck besonders laut artikulierter Forderungen gewichen. In diesen und ähnlichen Fragen würde ich mir den Mut der politisch Verantwortlichen wünschen, auch unpopuläre Entscheidungen aufrecht zu halten, wenn und solange sie richtig sind. Das schafft Vertrauen.

            Insgesamt haben uns doch aber wohl die sachlich Zuständigen und politisch Verantwortlichen gut durch diese Krise geführt! Das muss angesichts der allgemeinen Klage- und Vorwurfsbereitschaft auch immer wieder gesagt werden. Für "Politikverdrossenheit" gab das Corona-Management doch nun wirklich keinen Anlass.
            Es grüßt freundlich
            Detlef Diskowski

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              #7
              Interessante, zusammenfassende Informationen des Robert-Koch-Instituts:
              https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...76792bodyText3
              Es grüßt freundlich
              Detlef Diskowski

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