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Kostenloser Online-Vortrag am 24.9. um 14:00: „Infektionsschutz in Kitas - Grundsätze und konkrete Fragen zu COVID-19“

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    Kostenloser Online-Vortrag am 24.9. um 14:00: „Infektionsschutz in Kitas - Grundsätze und konkrete Fragen zu COVID-19“

    Am 24.September um 14:00 wird ein Online-Vortrag mit Dr. med. Sascha Jatzkowski, Dezernatsleiter Gesundheitsberichterstattung und Infektionsschutz im Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Fragen des Umgangs der Kitas in der aktuellen Pandemie behandeln.

    Anmeldung:
    https://www.netquali-bb.de/aktuelles/infektionsschutz-in-kitas/

    Trotz umfangreicher Information (zuweilen aber auch Desinformation) in den Medien stellen sich weiterhin im Kita-Alltag konkrete Fragen, wie sich Infektionsschutz und pädagogischer Auftrag bestmöglich vereinbaren lassen. Es ist offensichtlich, dass eine einseitig auf Infektionsschutz ausgerichtete Alltagsgestaltung die pädagogische Arbeit unmöglich macht (Z.B.stehen Abstandsgebot und Maskentragen in einem grundsätzichen Widerspruch zur Nähe, Körperkontakt und der direkten unmittelbare Begegnung die Kinder brauchen - je mehr je kleiner sie sind.) Andererseits ist eine Vernachlässigung des Infektionsschutzes für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen hochriskant und gefährdet die Gesundheit aller.

    Es geht also immer um die Abwägung zwischen oft widersprüchlichen Zielen - und dafür ist neben dem pädagogischen Sachverstand auch die medizinische Sicht unverzichtbar und beide Seiten müssen zusammengebracht werden. Da die Situation und die Gefährdung immer noch neu für uns sind, geht immer noch um Annäherung an den richtigen Weg. Fehler sind unvermeidlich; aber Fahrlässigkeit wie Überängstlichkeit müssen und können vermieden werden.

    Diese Online-Veranstaltung wurde daher so konzipiert, dass neben der Vermittlung relevanter Informationen durch den fachkundigen Mediziner auch
    eine Auseinandersetzung mit konkreten Situationen und konkreten Fragen aus der Praxis erfolgen soll. Wir denken, dass die beispielhaft diskutierten Fälle leichter auf die anderen jeweiligen Praxissituationen anzuwenden sind als abstrakte Informationen. Jede Kita ist anders ... in ihrer Größe, in ihrer räumlichen Situation, in der Zusammensetzung der Kindergruppe, in den Erwartungen der Eltern, in den Möglichkeiten des Teams .... Es gibt daher nicht die EINE, allgemein richtige Verfahrensweise. Jede Kita, jedes Team muss den eigenen Weg finden. Das ist sicherlich eine große Herausforderung - aber wer, wenn nicht vor Ort durch Träger, Leitung, Team könnte der bestmögliche Weg durch die Krise gefunden werden.
    Auch am Ende der Veranstaltung wird daher kein Katalog der Alltagsstituation sortiert nach "richtig" oder "falsch" stehen; aber es kann gelingen, ein vertieftes Verständnis von den Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten zu entwickeln. Auf diesem Weg kann Handlungssicherheit in den vielfältigen Situationen des pädagogischen Alltags gewonnen werden!

    Wir bieten also den Fachkräften in den Einrichtungen, den Mitarbeitern in der Trägerverwaltung und auch Eltern die Möglichkeit, uns konkrete Fragen zu mailen, mit denen sich Herr Dr. Jatzkowski in der Veranstaltung auseinandersetzen kann.

    Bitte schreiben Sie dazu an: info@kita-brandenburg.de

    Es wird auch möglich sein, sich während des Online-Vortrags per Ton, Bild und Ton oder schriftlich im Chat einzubringen. Produktiver aber dürfte sein, wenn Herr Dr. Jatzkowski im Vorfeld die Möglichkeit hat die Fragen zu kennen.

    Wer den Termin versäumt, kann hier die Aufzeichnung ansehen:
    https://www.netquali-bb.de/mediathek/#onlinevortrag
    Es grüßt freundlich
    Detlef Diskowski

    #2
    Sehr geehrte Foren-Mitglieder,

    bereits schon einmal habt Ihr mich in der Entscheidungsfindung unterstützt. Gerade erst habe ich meine Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen und ich bin auf ein Problem im Kitaalltag gestoßen : Zum neuen Kitajahr werden in der Einrichtung, in der ich tätig bin, Krippenkinder langsam zu Beginn in Begleitung der Bezugskräfte an die Elemantarebene gewöhnt- also eine interne Eingewöhnung. Nun soll aufgrund der Corona-Maßnahmen dies nicht mehr möglich sein, da die Kinder nicht täglich zwischen den Krippen- und Elementarbereichen wechseln dürfen. D.h.: Die U3 Kinder kommen und müssen bleiben. Personaltechnisch ein Balanceakt, da auch Kinder noch in der Krippe verbleiben, von der verkürzten Eingewöhnungszeit von 3 auf 1 Woche kaum zu reden. Meine Frage geht dahin: Sind diese Vorschriften tatsächlich so oder ist das eine Auslegungssache des Trägers?

    Ich möchte den Kindern Sicherheit und Zeit zum Ankommen bieten und nicht nur ein Durchschleusen, dafür brauchen sie eine vertraute Basis, um sich auf Neues einlassen zu können. Ich freue mich über Eure Antworten

    Kommentar


    • Hampiwoman
      Hampiwoman kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Meine Recherche und Nachfrage in der Kita ergab folgende Antwort: Um Infektionsketten gering zu halten und nachvollziehbar zu machen, sollen keine generellen bzw. bei der internen Eingewöhnung zeitweise Wechsel innerhalb der unterschiedlichen Ebenen stattfinden zumindest außerhalb der Randzeiten. Die Verantwortlichkeit hierfür obliegt der Leitung, so dass die Entscheidung der Art und Weise einer internen Eingewöhnung unter den gegebenen Umständen der Leitung zukommt. Die Unterschiedlichkeit zeigt sich in zwei Kitas des selben Trägers in der Handhabung durch die Leitungen - im Gegensatz zur Kita, in der ich tätig bin, erfolgt in der anderen eben die zeitweise langsame interne Eingewöhnung mit dem verbundenem Wechsel der Ebenen.

    • Detlef Diskowski
      Detlef Diskowski kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Also liegt die Entscheidung in der Kita, bei der Leitung! Das ist doch auch vernünftig, weil nur unter Berücksichtigung der konkreten Situation entschieden werden kann, wie Infektionen am besten eingegrenzt werden können. Wie könnte denn für alle Einrichtungen gleichermaßen - ohne die räulichen, personellen, pädagogischen Rahmenbedingungen zu kennen - eine möglichst angemessene Schutzstrategie entworfen werden???? Dann gibt es natürlich auch bei einem Träger, in einer Stadt, in einem Land... unterschiedliche Umgehensweisen.

    • Detlef Diskowski
      Detlef Diskowski kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Hallo Hampiwoman,
      Sie haben Sicherlich die Ankündigung des Online-Vortrags hier im Forum gelesen. Das wäre doch für Sie eine gute Gelegenheit, die noch offenen Fragen zur Beantwortung zu übermitteln; an:
      info@kita-brandenburg.de

    #3
    Hallochen, das ist ja eine prima Idee! Verstehe ich´s richtig, dass Eltern hier auch Fragen stellen dürfen? Will ich dann gleich ma machen, weil es eine Punkt gibt, der in unserer Kita immernoch in der Diskussion ist.

    Kommentar


      #4
      Liebe User und Leser,
      sind im Rahmen der Betreuung von Kitakindern wieder Ausflüge erlaubt? Damit sind nicht naturnahe Ausflüge sondern eben solche gemeint, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln für Z.B. Besuche von Museen oder Ähnlichem wahrgenommen werden.
      Herzlichen Dank für konkrete Antworten auch gern mit vorhandenen aktuellen gesetzlichen Vorgaben.

      Kommentar


      • Detlef Diskowski
        Detlef Diskowski kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Liebe Hampiwoman,
        bevor wir uns der Frage widmen, ob etwas Bestimmtes erlaubt oder verboten ist, und von wem und auf welcher Grundlage ....
        finde ich die Frage wichtig, was ist denn vernünftig und verantwortungsvoll ist; und unter welchen Bedingungen? Was denken Sie denn Hampiwoman? Was denken die anderen Fachkräfte, Trägerverantwortliche?

      • Hampiwoman
        Hampiwoman kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Nach dem Austausch mit meinen Kolleginnen über die Frage nach der Verantwortung und Vernunft stellten wir einheitlich fest: Ausflüge gerade mit höher frequentiertem Publikumsverkehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht verantworten weder für die Kinder noch für uns selbst. Schließlich sollte es bei einer erneuten Ansteckung explizit um die Genesung gehen- jedoch ist vorstellbar, dass die Frage nach dem Warum durchaus in den Vordergrund rückt. Die Empathie gegenüber den Eltern bezüglich dieser Forderungen ist nachvollziehbar. Diese Verantwortung dem gegenüber lastet zu schwer auf den Schultern der pädagogischen Fachkräfte. Hier geht es um die Verantwortung gegenüber aller Lebenswelten - der Kinder, der Eltern, der Fachkräfte und möglicherweise auch Unbeteiligten. Vorstellbar wären und sind fussläufige Unternehmungen zu Veranstaltungsorten, die zu dem Zeitpunkt nur durch die Kinder frequentiert ist und außerdem die Möglichkeit bieten, die Hygieneprävention des Händewaschens usw. einzuhalten.

      • Detlef Diskowski
        Detlef Diskowski kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Das klingt für mich nach einer wohl durchdachten und reflektierten Entscheidung! Welches Gesundheitsamt sollte in der Lage sein, eine fundiertere Entscheidung zu treffen?
        Das finde ich vorbildlich, wenn Fachkräfte in der Kenntnis der konkreten Situation, unter Berücksichtigung der bekannte Rahmenbedingunen eine begründete Entscheidung treffen!!!
        Sind Sie bei unserem Online-Vortrag dabei? Vielleicht können Sie etwas einbringen: https://kita-brandenburg-forum.de/fo...id-19%E2%80%9C
        (Das wäre auch bei anderen Themen wie Aufsichtspflicht usw. von pädagogischen Fachkräften zu wünschen. Zu viele verstecken sich noch hinter Juristen ..., als ob die es besser wissen können.)

      #5
      Zur Anmeldung: https://www.netquali-bb.de/aktuelles...hutz-in-kitas/

      Ich erstelle hier eine Liste, der mir bereits zugesandten Anfragen. Vielen Dank dafür!
      Vielen Dank für die weiteren Fragen, die ich hier einstellen kann.
      Falls es zu einer Frage Anmerkungen oder Ergänzungen gibt, bitte die Antwort- und Zitatfunktion nutzen. (Anführungszeichen in der Kopfleiste).

      1. Kinder und Eltern in Empfang nehmen:
      Im Moment lassen wir die Eltern nicht in das Kita-Haus, sondern nehmen die Kinder an der Gartenpforte in Empfang. Das ist nicht schön, aber noch erträglich. Wir müssen nur noch einen Weg finden, wenigstens kurze Tür- und Angel-Gespräche möglich zu machen. (Manche Elterngespräche finden schon online statt; das geht ganz gut!)

      Wir befürchten aber, dass das schlechter werdende Wetter im Herbst und Winter diesen Empfang an der Gartenpforte oft unmöglich machen werden. Leider haben wir keinen Vorraum oder großen Flur wie andere Kitas.
      • Gibt es sonst noch Ideen, wie wir das machen können?

      2. Kita-Hygieneplan:
      Ich bin erst kürzlich Kita-Leiterin geworden. Im Infektionsschutzgesetz steht, dass ich einen Hygieneplan erstellen soll, der die Verfahrensabläufe zum Infektionsschutz beschreibt. Gibt es irgendwo eine Vorlage, wie so etwas aussehen kann? Ich habe schon mal in den Rahmenhygieneplan von 2007 geschaut, aber ich kann daraus nicht ablesen, wie ein Hygieneplan für die Kita aussehen soll.
      (Nur mal nebenbei bemerkt: Die Fachleute, die sich ein solches Werk von 28 Seiten mit jede Menge Fachbegriffen ausdenken, sollten berücksichtigen, dass in der Kita noch Vorgaben für den Brandschutz, für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, der Lebensmittelüberwachung und der Bauaufsicht bestehen … ach ja, da gibt es ja auch noch die Pädagogik, die ja eigentlich unser Hauptgeschäft sein sollte. ☹)



      3. Lange Betreuungszeiten oder kleine Gruppen:
      Während der strikten Einschätzung wurden bei uns weniger Kinder in kleinen Gruppen betreut. Zusätzlich mussten wir die Betreuungszeiten einschränken, weil wir keinen gemeinsamen Früh- und Spätdienst gemacht haben. (Jede Kollegin musste den vollen Tag für ihre kleine Gruppe abdecken.) Jetzt sind wieder alle Kinder an Bord und wir sehen uns widersprüchlichen Anforderungen durch die Eltern ausgesetzt. Die einen wollen ihre alten langen Betreuungszeiten wieder nutzen; die anderen sind sehr ängstlich dass durch den gemeinsamen Früh- und Spätdienst die Infektionsgefahr groß ist. Beides ist aber personell nicht umsetzbar.
      • Hat Herr Dr. Jatzkowski einen Rat für uns?

      4. Abteilungswechsel, interne Eingewöhnung:
      Zum neuen Kitajahr werden in der Einrichtung, in der ich tätig bin, Krippenkinder langsam zu Beginn in Begleitung der Bezugskräfte an die Elemantarebene gewöhnt- also eine interne Eingewöhnung. Nun soll aufgrund der Corona-Maßnahmen dies nicht mehr möglich sein, da die Kinder nicht täglich zwischen den Krippen- und Elementarbereichen wechseln dürfen. D.h.: Die U3 Kinder kommen und müssen bleiben. Personaltechnisch ein Balanceakt, da auch Kinder noch in der Krippe verbleiben, von der verkürzten Eingewöhnungszeit von 3 auf 1 Woche kaum zu reden.
      • Meine Frage geht dahin: Sind diese Vorschriften tatsächlich so oder ist das eine Auslegungssache des Trägers?

      5. Geschwisterkinder in einer Gruppe? Kleinstgruppen oder größere Gruppen?:
      Wir sind eine kleine Einrichtung (45 Kinder zwischen 1,5 und sechs Jahren) mit zwei Etagen. In der oberen Etage ist die Gruppeneinheit der größeren, in der unteren Etage die der kleineren Kinder. Während der starken Einschränkungen, als wir weniger Kinder betreuten, haben wir die Einheiten aufgelöst und kleinere Gruppen gebildet. Dabei ließen wir die Geschwisterkinder unabhängig von der Zuordnung zu den Einheiten zusammen. Da die ggw. Situation ja wohl länger andauern wird, überlegen wir wie es weitergehen soll. Wir würden aus verschiedenen pädagogischen wie organisatorischen Gründen gerne zu der alten Einteilung in zwei Einheiten zurückehren.
      • Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, durch die Wieder-Zusammenlegung der 12/13er Gruppen zu 20/25er Gruppen ein?
      • Wie hoch schätzen Sie das Risiko durch die Verteilung der Geschwisterkinder auf die jeweilige Einheit ein

      6. Kleine Gruppen oder längere Betreuungszeit - Eltern wollen beides:
      Während der strikten Einschätzung wurden bei uns weniger Kinder in kleinen Gruppen betreut. Zusätzlich mussten wir die Betreuungszeiten einschränken, weil wir keinen gemeinsamen Früh- und Spätdienst gemacht haben. (Jede Kollegin musste den vollen Tag für ihre kleine Gruppe abdecken.) Jetzt sind wieder alle Kinder an Bord und wir sehen uns widersprüchlichen Anforderungen durch die Eltern ausgesetzt. Die einen wollen ihre alten langen Betreuungszeiten wieder nutzen; die anderen sind sehr ängstlich dass durch den gemeinsamen Früh- und Spätdienst die Infektionsgefahr groß ist. Beides ist aber personell nicht umsetzbar.
      • Haben Sie einen Rat für uns?

      7. Schnupfnase oder Corona-Anzeichen?:
      Ein Problem, dass im Herbst und Winter auf uns zu kommt, sind die zunehmenden Erkältungen. Da reichen die Empfehlungen von: "Kinder mit Schnupfnase nicht in die Kita lassen" bis hin zu "kleinere Infekte sind normal; erst bei Corona-Anzeichen ist das angezeigt".

      Ich sehe da folgende Probleme:
      • Wie kann ich als Pädagogin einen Schnupfen von Corona unterscheiden?
      • Kann man unterscheiden, wann eine Schnupfennase ein ernsthaftes Problem darstellt und wann nicht (Farbe des Schnodders???)
      • Schon in normalen Zeiten geht jeder Schnupfen nicht nur in der Kindergruppe rum, sondern auch die Krankheitszeiten der Kolleginnen nehmen zu. Die Personalsituation ist aber sehr angespannt und ich befürchte die Betreuung nicht mehr sicherstellen zu können, wenn mehr Kolleginnen ausfallen.
      • Aber auch andere Eltern sind schnell ärgerlich, wenn sie ihre Kinder bei Infekten zu Hause lassen und wir lassen kranke Kinder in die Kita.
      7.1 Unterscheidung zwischen einer "einfachen Erkältungskrankheit" (Schreiben des MBJS vom 6.8.) und einer möglichen schweren Erkrankung:
      Eine sichere Unterscheidung ist für einen Laien ja wohl nicht möglich, schließlich führen wir in der Kita keinen Abstrich mit Analyse durch. Die Hinweise in dem Rundschreiben sind ja noch sehr ungenau. Ein Kinderarzt sagt mir neulich, wenn der Schnodder grünlich ist, wäre das ein verlässliches Zeichen, dass es sich nicht um einen einfachen Schnupfen handelt. Ist das richtig? Was gibt es sonst noch für Anhaltspunkte?

      7.2 Temperaturgrenze bis zu der Kinder in die Kita aufgenommen werden dürfen, sollen???
      In der Infografik der berliner Senatsverwaltung (s.u.) ist 37,5 Grad als die Grenze benannt, bis zu der Kinder in der Kita betreut werden können. In den ergänzenden und aktualisierten Hinweisen zum Rahmenhygieneplan (s. Anlage) sind 38,5 Grad genannt, aber der keine Aufnahme in der Kita erfolgen soll/darf? Es ist unbestreitbar so, dass jedes Bundesland seine Wege zum Infektionsschutz findet und dass die Wege von Bayern und Mecklenburg-Vorpommern unterschiedlich sind und auch sein können (weil die Infektionslage unterschiedlich ist. Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg verunsichern aber eher.
      Fragen:
      1. Welchen Verbindlichkeitsgrad haben diese Angaben?
      2. Sind die Kitas aufgefordert, weitere Kriterien anzuwenden (sonstiger Zustand des Kindes...?)
      3. Wie sind diese Grenzen medizinisch einzuordnen?


      8. Lange Dauer bis zum Testtermin.. und bis zum Ergebnis
      In unserer Einrichtung nehmen wir den Infektionsschutz sehr ernst. Zum einen aufgrund der hohen Verantwortung für alle Beteiligten - zum anderen, um die Kinder, Familien und Mitarbeitenden so gut wie möglich zu schützen.

      Daher schicken wir alle KollegInnen die Erkältungsanzeichen zeigen, zum Testen. Da mitunter die Wartezeit bis zum Testtermin einige Tage, mitunter auch über eine Woche dauert + Warten auf die Ergebnisse, müssen wir zusätzlich auf Personal verzichten. Bisher sind zum Glück alle Mitarbeitenden negativ getestet worden.
      • Sollen wir weiterhin das Personal testen lassen, um allen Personen so viel Sicherheit wie möglich zu geben? (Die Mitarbeitenden sind verunsichert, wann es sich um eine Erkältung handelt und wann es möglicherweise Anzeichen von Covid-19 sind. Niemand möchte im Team Schuld an einer Quarantäne für das ganze Haus sein, oder schlimmer das jemand schwer erkrankt. Da wir auch Kinder, Teammitglieder oder Familienangehörige haben, die zur Risikogruppe gehören.)

      9. Für die meisten Einrichtungsleitungen stellen sich viele Fragen nicht nur für Covid 19, sondern allgemein zum Infektionsschutzgesetz. Vermutlich würde die Beantwortung dieser Fragen den zeitlichen Rahmen sprengen. Wir werden uns um eine Fortsetzungsveranstaltung zu allgemeinen Fragen des Gesundheitsschutzes und der Zusammenarbeit mit Ärzten und örtlichen Gesundheitsämtern bemühen
      • Wann genau schicke ich ein Kind nach Hause? – Wir sind keine Mediziner, möchten aber zum Wohl des kranken Kindes und der Gemeinschaft von Kindern und Mitarbeitenden entscheiden.
      • Wann darf das Kind wiederkommen?
      • Bei welchen vorherigen Symptomen kann ich auf einem ärztliches Attest bestehen, was besagt, dass das Kind ansteckungsfrei ist?
      • Warum melden Kinderärzte Infektionskrankheiten weder dem Gesundheitsamt, noch der Einrichtung in die das Kind geht? So könnten wir viel schneller Infektionsketten unterbrechen.
      • Weshalb sind Scheine zur Bestätigung der Gesundung eines Kindes bei vielen Ärzten kostenpflichtig? Wenn ich ein Kind in die Kita aufnehme, muss eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden – da können wir es verlangen und wird selbstverständlich gebracht. Weshalb sonst nicht?
      • Woher soll eine Gemeinschaftseinrichtung wissen, welche Infektionskrankheit das kranke Kind hat und ab wann es symptomfrei ist? Viele Eltern schicken ihre Kinder „gedopt“ in die Kita, also kann ich nicht erwarten, dass sie uns in jedem Fall über eine Infektionskrankheit informieren (und das trotz der Belehrung und immer wieder Ermahnung, wie wichtig das für eine Kita ist…. )
      • Wir Kitas sind so vielen Regelungen unterstellt. Gerade auch das Gesundheitsamt erstellt viele Auflagen und ist schnell bei der Androhung der Schließung. Aber wer außer uns hält sich sonst noch daran? Das ganze Infektionsschutzgesetz nützt gar nichts, wenn ich mit den Eltern über so etwas Simples, wie den Sinn von Mund-Nasen-Schutzmasken diskutieren muss und auch Verpflichtungserklärungen für die Ablage Papierkorb erstellt werden, weil sich trotz Unterschrift viele Eltern nicht daran halten.
      • Leider sind viele Regelungen bezüglich COVID 19 auch seitens der zuständigen Behörden schwammig formuliert – Raum für Regelungen von sehr streng bis laissez faire. Egal welchen Weg Träger und Kitas wählen, die Mitarbeiter vor Ort müssen die Diskussionen mit den Eltern aushalten. Das raubt gerade sehr viel Kraft und bindet Zeit, die die Kita-Leitungen im Land Brandenburg nicht haben!

      10. Gibt es besondere Vorgaben für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit den Kindern; oder welche allgemeinen Vorgaben haben wir dabei zu beachten?
      (s. Forumsbeitrag von Hampiwoman vom 21.8.)


      1
      1. (gemeinsame) Nutzung eines Schulhofs:
      Wir sind ein sehr großer Hort (über 400 Kinder) an einer sehr großen Schule (über 600 Schüler).
      Die Schule hat auf Anweisung des Schulamtes den Schulhof durch ein Band in drei Bereiche eingeteilt (1.2./3.4./5.6. Klassen). Unsere Hortbetreuung ist Klassenweise organisiert, wobei alle Kinder ab der 4. Klassenstufe in der Außenstelle betreut werden. D.h. der Schulhof wird von rund 300 Kindern der 1.-3.Klasse in der Hortzeit genutzt.
      • Ist aus Ihrer Sicht die Anweisung des Schulamtes zum Infektionsschutz sinnvoll oder gar dringend erforderlich, am Nachmittag den Außenbereich -trotz geringerem Risiko- in Gruppen einzuteilen?
      Mir scheint die praktische Umsetzung der Aufteilung fast unrealistisch zu sein, weil sich Wege kreuzen, besondere Spielflächen und -geräte von allen gerne benutzt werden wollen, Kinder im Spiel überhaupt nicht darauf achten, usw. Daher interessiert mich, ob diese Maßnahme SEHR wichtig für den Infektionsschutz ist oder von geringerer Bedeutung, da es ja (wie in der Ankündigung des Online-Vortrags richtig beschrieben ist) es immer um eine Abwägung zwischen auch gegensätzlichen Zielen geht.
      • Wie konsequent sollte die Regelung, „Eltern nicht ins Haus“ zu lassen, aus Ihrer Sicht, angewandt werden?
      Eltern kommen manchmal mit nichtigem Grund, um Ihren Kindern beim Anziehen zu helfen oder damit es schneller nach Hause geht. Manchmal ist es aber auch notwendig, z.B. wenn ein Schlüssel oder der Fahrradhelm vergessen wurde. In unserer großen Einrichtung ist es nicht leicht, für alle Erzieher eine einheitliche Linie zu finden, wenn es um Ausnahmen geht. Ich kann in dem Fall nur schwer einschätzen, inwieweit das Risiko der Ansteckung für diese Situationen (wie auch bei längeren Elterngesprächen) und das Problem der Zurückverfolgung (Wird das Gesundheitsamt im Krankheitsfall auch alle „Kurzzeitgäste“ wie Eltern zurückverfolgen wollen?!) hier von Bedeutung sind. ( Grundsatz: Im Haus nur mit Mundschutz durch die Flure wird natürlich berücksichtigt, wird aber auch nicht immer zu 100 % eingehalten)

      Anhänge zum Download:
      * RHPI... = Rahmenhygieneplan
      * Ergänzung zum RHPI
      * MBJS+MSGIV Rundschreiben zu den Ergänzungen und Ablaufschema
      * BB PM_MBJS_MSGIV zum Thema Schnupfen und Husten in Kita und Schule
      Angehängte Dateien
      Es grüßt freundlich
      Detlef Diskowski

      Kommentar


        #6
        Hallo Herr Diskowski, wenn es meine Dienstzeit zulässt, wäre ich gern dabei. Gerade weil eben ein Konsens für beide Sachverhalte Hygiene in Vereinbarung mit Pädagogik sowie Elternpartnerschaft gebildet und angestrebt werden muss. Wünschenswert unter diesem Aspekt sind konkrete auf die jeweiligen Einrichtungen bezogene „Vorgaben“ durch die Träger - denn es ist tatsächlich ein kräftezehrender Akt in dieser außergewöhnlichen Situation als „Sandwichpuffer“ für durchaus verständliche Unzufriedenheiten zu fungieren und eben selbst keine Lösung oder unzureichende Antworten auf der Basis einer „Trägerschwammigkeit“ zu haben.
        Herzliche Grüsse

        Kommentar


        • Detlef Diskowski
          Detlef Diskowski kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Hallo Hampiwoman, vielleicht können Sie ja die verantwortliche Person in Ihrer Trägerstruktur zur Teilnahme an dem Online-Vortrag motivieren. Ich stimme Ihnen zu, letztlich ist der Trägerverantwortlich auch hier in der Verantwortung.
          (Übrigens wird auch dieser Online-Vortrag aufgezeichnet und steht hinterher hier zur Verfügung: https://www.netquali-bb.de/mediathek/#onlinevortrag

        #7
        Diese Infografiken habe ich auf den Seiten der Senatsverwaltung von Berlin gefunden. Sie scheinen mir sehr hilfreich. Allerdings gibt es Abweichungen zu den brandenburgischen Regelungen/Empfehlungen (??) - z.B. bei der Temperaturgrenze, bis zu der Kinder aufgenommen werden können. Ich werde dies als Frage in die Liste für unseren Experten aufnehmen:
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Name: Infografiken.jpg
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ID: 2515

        Alle Infografiken finden Sie hier:
        200826_infografiken_zu_corona_fuer_schulen_und_kit as_i_din_a4.pdf
        Es grüßt freundlich
        Detlef Diskowski

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